1
00:00:00,000 --> 00:00:04,600
Warum entledigen wir uns nicht der 
Produktion von Gütern, die wir nicht brauchen

2
00:00:04,800 --> 00:00:09,000
und fangen stattdessen an zu produzieren 
was wir brauchen, weil wir es brauchen?

3
00:00:09,200 --> 00:00:13,000
Das hängt davon ab 
was wir meinen mit "wir".

4
00:00:13,200 --> 00:00:17,000
Wir als Gesellschaft haben 
nicht die Entscheidungsgewalt!

5
00:00:17,200 --> 00:00:18,920
Das ist das Problem!

6
00:00:19,120 --> 00:00:21,520
Regierungen haben 
die Entscheidungsgewalt.

7
00:00:21,720 --> 00:00:26,640
Sie verteidigen die mächtigen
ökonomischen Strukturen des Kapitalismus.

8
00:00:26,840 --> 00:00:30,080
Die produzieren für Profit und 
nicht für die Bedürfnisse.

9
00:00:30,280 --> 00:00:33,520
und das ist die Wurzel 
aller Probleme,

10
00:00:33,720 --> 00:00:36,440
die wir diskutieren.

11
00:00:36,640 --> 00:00:40,880
Was wir wollen, schlägt sich nicht
in deren Entscheidungen nieder,

12
00:00:41,080 --> 00:00:45,360
nur in dem Grad wie wir sie 
dazu zwingen können.

13
00:00:45,560 --> 00:00:50,240
Und so haben wir eine Situation,
wo Regierungen so regulieren,

14
00:00:50,440 --> 00:00:54,560
dass diese Profit generierenden
Prozesse fortgesetzt werden können.

15
00:00:54,760 --> 00:01:01,680
Und alle Zuschauer_innen fallen 
zahllose Beispiele ein von Zeug,

16
00:01:01,880 --> 00:01:05,480
das die Wirtschaft herauswürgt,
das einfach nicht notwendig ist.

17
00:01:05,680 --> 00:01:13,840
Wir haben über Autos geredet, 
über SUVs, das Militär, Straßen, Tunnel,

18
00:01:14,040 --> 00:01:18,320
alles Dinge, die wir nicht 
brauchen um glücklich zu sein,

19
00:01:18,520 --> 00:01:21,520
Als ich für mein Buch 
recherchiert habe

20
00:01:21,720 --> 00:01:24,200
haben ich diese unglaubliche 
Statistik gefunden

21
00:01:24,400 --> 00:01:26,360
der Soziologin Julia Shore,

22
00:01:29,280 --> 00:01:34,800
dass in den frühen 2000 Jahren
69 Plastikspielzeuge produziert wurden

23
00:01:35,000 --> 00:01:42,520
für jedes Jahr, pro Kind,
in den USA.

24
00:01:42,720 --> 00:01:47,080
Kinder brauchen wirklich nicht 
69 verschiedene Spielzeuge!

25
00:01:47,280 --> 00:01:49,480
Sie kommen mit weniger aus.

26
00:01:49,680 --> 00:01:55,080
Und natürlich geht es dabei um die 
Entwicklung der petrochemischen Industrie

27
00:01:55,280 --> 00:01:59,840
der wachsenden 
Plastikproduktion,

28
00:02:00,040 --> 00:02:04,400
die in den letzten Jahren wegen 
der niedrigen Preise für Erdgas

29
00:02:04,600 --> 00:02:08,400
stark angestiegen ist.

30
00:02:08,600 --> 00:02:14,880
Alle Leute, die den Film sehen,
kennen Beispiele wie diese.

31
00:02:15,080 --> 00:02:17,880
Das Zeug wird 
herausgewürgt

32
00:02:18,080 --> 00:02:23,080
und es geht um die Logik der
sogenannten ökonomisches Wachstums.

33
00:02:23,280 --> 00:02:27,880
Manche Ökonomen versuchen so zu tun, 
als sei das gleichbedeutend damit,

34
00:02:28,080 --> 00:02:31,280
dass die Dinge für 
alle besser werden.

35
00:02:31,480 --> 00:02:32,800
Damit müssen wir brechen.

36
00:02:33,000 --> 00:02:36,400
Dass die Dinge für alle 
besser werden ist eine Sache,

37
00:02:36,600 --> 00:02:39,600
das ist was wir wollen,
wir als Gesellschaft,

38
00:02:39,800 --> 00:02:42,800
das ist etwas völlig anderes als
ökonomisches Wachstum

39
00:02:43,000 --> 00:02:47,320
und die Profitlogik
des Kapitalismus.

40
00:02:47,520 --> 00:02:53,960
Das sind zwei völlig verschiedene
und oft völlig gegensätzliche Dinge.

