Wir übermitteln einen Aufruf zur Solidarität des Streik-Soli-Kreises
Liebe Kolleg:innen, liebe Unterstützer:innen,
die Kolleg:innen der Tochterunternehmen der landeseigenen Berliner Vivantes-Krankenhäuser streiken für 100 % TVöD und gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit. Seit Jahren verdienen sie für die gleiche Arbeit deutlich weniger als ihre Kolleginnen im Mutterkonzern – teilweise über 800 Euro weniger im Monat.
Ohne sie läuft nichts: Sie reinigen Zimmer, kochen Essen, desinfizieren OP-Säle, reparieren Türen, pflegen Außenanlagen und statten Stationen aus. Sie halten den Krankenhausbetrieb am Laufen. Und trotzdem werden über 3000 Beschäftigte seit ihrer Ausgliederung rund 20 % schlechter bezahlt. Das ist unfair – und es spaltet die Belegschaft.
Worum geht es?
Die Ausgliederung (Outsourcing) der Servicebereiche dient vor allem der Kostensenkung – auf dem Rücken der Beschäftigten. Krankenhäuser werden zunehmend wie profitorientierte Unternehmen geführt: Personal wird zum Kostenfaktor, an dem gespart wird. Ganze Bereiche werden in Tochterunternehmen verschoben, wo niedrigere Löhne gezahlt werden können, weil der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes nicht gilt.
Das Ergebnis: schlechtere Bezahlung, Personalmangel und steigende Arbeitsverdichtung. Die Versorgung leidet. Denn gute Gesundheitsversorgung braucht gute Arbeitsbedingungen.
Seit Jahren kämpfen die Beschäftigten für ihre Rückführung in den Mutterkonzern und damit für den TVöD. Die Berliner Regierung hat dies mehrfach versprochen – zuletzt im Koalitionsvertrag und persönlich von Kai Wegner. Umgesetzt wurde es bisher nicht.
Seit dem 14. Januar 2026 laufen Tarifverhandlungen. Die Beschäftigten fordern die Anwendung des TVöD. Um Druck zu machen, wird gestreikt.
Warum braucht es Spenden?
Streiken heißt: weniger Geld. Das Streikgeld deckt nicht den vollen Lohn, Schicht- und Wochenendzulagen fallen weg. Gerade für Kolleg*innen in Teilzeit oder mit niedrigen Einkommen wird es finanziell schnell eng – besonders bei steigenden Mieten und Inflation.
Damit alle streiken können – auch diejenigen in finanziell schwierigen Situationen – sammeln wir Spenden.
Unser Ziel ist es, 10 Euro pro Person und Streiktag auszuzahlen. Die tatsächliche Höhe hängt von der Spendensumme und der Anzahl der Streikenden ab.
10 Euro klingen vielleicht wenig – für viele ist es eine spürbare Unterstützung. Und es ist ein starkes Zeichen: Die Gesellschaft steht hinter den Streikenden.
Die Spenden werden direkt an den Streikposten verteilt. Durch die täglichen Auszahlungen stehen wir im engen Austausch mit den Kolleg*innen und entscheiden gemeinsam, wo Unterstützung besonders dringend gebraucht wird.
So könnt ihr solidarisch sein:
💸 Spendet für die Streikkasse.
📸 Schickt Solifotos oder Soli-Nachrichten an: vivantestoechterstreik@gmail.com
👉 Lasst uns gemeinsam zeigen: Gute Gesundheitsversorgung braucht gute Arbeitsbedingungen. Die Gesellschaft steht hinter den Streikenden! 💜
Bitte leitet diese Mail weiter und teilt den Spendenlink in euren Netzwerken.
Solidarische Grüße,
Der Streik-Soli-Kreis