Am 08.05.2026 streikten rund 5000 Schüler*innen in Berlin gegen die Wehrpflicht. Sie demonstrierten für eine selbstbestimmte Zukunft und gegen die Militarisierung der Zivilgesellschaft. Anstatt in das Militär zu investieren fordern sie dazu auf, Schulen zu sanieren und mehr Geld in die Bildung zu stecken.
"Dass Rüstungskonzerne Aktien ausstellen dürfen und damit ein Ort des Profits und nicht zuletzt die Aktienrente darstellen können ist grausam und brutal", erklärt ein Teilnehmer der Kundgebung. Die Veranstaltung fand am 81. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus statt und stand unter dem Motto: Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus! Nie wieder Wehrpflicht!
Anlass war das ab dem 1. Januar 2026 gültige Gesetz, das festlegt, dass junge Erwachsene ab dem Jahrgang 2008 ein Musterungsformular ausfüllen müssen. Sollte die Freiwilligenzahl nicht dem "Bedarf" entsprechen, könnten sie dann von der Bundeswehr zwangsverpflichtet werden, so die Befürchtung.