"Am 2. April 2026 veröffentlichte die Gewerkschaftsvertretung im Kia-Werk im slowakischen Žilina dieses Video, in dem sie die Beschäftigten dazu aufruft, an einer Urabstimmung teilzunehmen. Die Abstimmung folgt auf mehrere Verhandlungsrunden, in denen kein Kompromiss erzielt werden konnte.
Die Unternehmensleitung bietet einen Dreijahresvertrag an: Im Jahr 2026 sollen die Löhne für Arbeiter*innen um durchschnittlich 160 € pro Monat und für Büroangestellte um 7,5 % steigen, wobei für jedes der beiden folgenden Jahre eine Erhöhung um 5 % sowie eine einmalige Prämie von 1.500 € vorgesehen sind. Die Gewerkschaft pocht auf eine sofortige Erhöhung um 250 € im Jahr 2026.
In dem Video informiert Martin Čech, der Vorsitzende des Ortsverbands der Gewerkschaft, die Beschäftigten über die nächsten Schritte. „Was spricht für uns? Just-in-time. Eine fabelhafte Phase des Kapitalismus, die effizient ist, die Komponenten präzise aufeinander abstimmt, die Arbeitskraft effizient ausbeutet, die aber auch sehr anfällig ist! [...] Hier ist eine kleine Karte, auf der Engpässe markiert sind, an denen wir versuchen werden, das Just-in-time-System zu stören“ (aus dem Video).
Sollte der Streik stattfinden, wäre es der erste in dem einzigen europäischen Werk des koreanisches Autobauers – einer hochmodernen Anlage, die rund 3.700 Menschen beschäftigt und jährlich 350.000 Fahrzeuge produziert. Das Werk ist Dreh- und Angelpunkt eines breiten Zulieferernetzwerks und unterhält enge Verbindungen zum Hyundai-Werk in Nošovice in der Tschechischen Republik." (Karmína)